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Aktuelles

Die ÜZL bedankt sich für das erwiesene Vertrauen bei der Stadtratswahl. Folgende Kandidaten der ÜZL sind in den neuen Stadtrat der Periode 2014 bis 2020 gewählt:

Christel Pottler

Dr. Peter Brech

Peter Pfaff

Michael Minnich

Tobias Hetterich

 

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Wählergemeinschaft

 

Die Überparteiliche Zeiler Liste war auch immer Mitglied 
in der Wählergemeinschaft der Gruppe der Freien Wähler auf Landkreisebene. 

Seit 1966 waren und sind folgende  Kreisräte der ÜZL im Kreistag vertreten:

 

1966 - 1972 Rudolf Winkler,
Otto Beßler,
Nikolaus Brech
1972 - 1978 Rudolf Winkler,
Otto Beßler
1978 - 1983 Rudolf Winkler
1978 - 1984 Otto Beßler

 

1984 - 1990 Otto Beßler
Hartwin Zecha

 

1990 - 1996 Otto Beßler
Hartwin Zecha

 

1996 - Christoph Winkler





Für die Kreistagswahl am 16. März 2014 kandidierten auf der Liste der Wählergemeinschaft:

 

Platz  5: Christoph Winkler, Altbürgermeister Stadt Zeil,1. Vors. Freie Wähler,Kreis Haßberge

Platz 24: Christl Pottler, Stadträtin, Pflegedienstleiterin i.R.

Platz 34: Dietmar Herrnleben, Geschäftsführer, 1. Vors. Caritasverein Zeil

Platz 47: Peter Pfaff, Stadtrat, Wirschaftsfachwirt, Kreisbrandinspektor, 1. Vors. Ü

 

Kompetenz und Persönlichkeit vor Partei-Kontakten

Landrätin Tamara Bischof und Kandidatin Birgit Bayer im Gespräch

 

Rentweinsdorf. Zwei Power-Frauen auf der Bühne, ein proppenvoller Bürgersaal und jede Menge Realpolitik ohne Parteibrille – das war das Podiumsgespräch zwischen unserer Landratskandidatin Birgit Bayer und der Kitzinger Landrätin Tamara Bischof in Rentweinsdorf.

Alle möglichen Themenfelder brachte Moderator Matthias Weinberger ins Gespräch und dabei wurde vor allem eines deutlich: Wie ein Landrat, eine Landrätin das Amt, den Kreis und die Arbeit im Kreistag gestaltet, das hängt ganz wesentlich von der Persönlichkeit ab und  nicht von der Parteizugehörigkeit. Ohnehin, so Birgit Bayer, sind 70 Prozent der Landrats-Tätigkeit Verwaltungsaufgaben und gerade im staatlichen Bereich des Landratsamtes müsse Neutralität gewahrt werden. Dennoch habe ein Landrat mehr Spielräume auch im staatlichen Landratsamt, als es im Kreis Haßberge manchmal den Anschein hat. Das erfuhren die Anwesenden aus den Schilderungen von Tamara Bischof, die seit 14 Jahren Landrätin in Kitzingen ist. Geboren in den Haßbergen, hat sich die Juristin nicht nur in Unterfranken einen hervorragenden Ruf als Landrätin erworben. Vorrangige Qualifikation für den Landrats-Posten seien Fach- und Sachkompetenz, Verwaltungserfahrung, Entscheidungskraft und Durchsetzungsvermögen – und der Wille, sich um bestimmte Dinge persönlich zu kümmern. „Partei-Kontakte helfen gar nicht im täglichen Geschäft im Amt, da muss man Entscheidungen treffen und dann auch die Verantwortung dafür tragen“. Sie ermutigte Birgit Bayer in deren Vorhaben, das Landratsamt als „Ermöglichungsbehörde“ zu führen. „Wir sind Dienstleister und wir müssen den Mut haben, Entscheidungen auch vor Ort zu treffen,“, erklärte Bischof. Vieles von dem, was Birgit Bayer im Landkreis Haßberge an Transparenz, Information, Vernetzung und Bürgerbeteiligung einführen möchte, ist im Landkreis Kitzingen bereits Realität, einschließlich einer vernetzten Tourismus- und Kulturwerbung. Und vor allem eines versprach Birgit Bayer für den Fall, dass sie zur Landrätin gewählt wird: „Das Parteibuch soll künftig im Landratsamt keine Rolle mehr spielen“.

Matthias Sperber für die gastgebende ÜWG Rentweinsdorf und Peter Klein als Kreisvorsitzender der Wählergemeinschaft Haßberge waren beeindruckt von den beiden Frauen auf dem Podium. Moderator Matthias Weinberger in seinem Schlusswort: „Wenn wir schon eine so kraftvolle Landrätin quasi aus dem Landkreis Haßberge exportiert haben, wäre es doch gelacht, wenn wir nicht auch hier eine Landrätin installieren könnten.“

 

 

 

 

 

 

 

 

Politischer Aschermittwoch der ÜZL mit der Wählergemeinschaft Haßberge in Zeil.

„Ich möchte dafür sorgen, dass die Kreispolitik als transparent und das Landratsamt als Ermöglichungsbehörde wahrgenommen wird“, erklärte Landratskandidatin Birgit Bayer beim Politischen Aschermittwoch der Wählergemeinschaft Haßberge und der ÜZL in Zeil. Mehr Information, einheitliches Marketing, die Stärkung der so genannten weichen Standortfaktoren und des Zusammengehörigkeitsgefühls im Kreis, das seien ihr wichtige Anliegen, wenn sie zur Landrätin gewählt würde.

Sie sei Teamplayer, könne gut zuhören und sei es gewohnt, nach einer sachorientierten Diskussion pragmatisch zu entscheiden, betonte Bayer. Auf dieser Basis wolle sie im Kreis einen echten Neuanfang schaffen und den Gestaltungsspielraum einer Landrätin konsequent nutzen. „Es ist höchste Zeit, dass Parteipolitik im Kreis keine Rolle mehr spielt. Auch wenn es derzeit anders dargestellt wird: der Landrat ist nicht in erster Linie politische Figur, 70 Prozent der Aufgaben liegen im Verwaltungsbereich“, erklärte Birgit Bayer.

Eine Landrätin müsse Ansprechpartner für die Wirtschaft sein, sich aber auch intensiv um die Verkehrsinfrastruktur und ein wirkungsvolles Marketing kümmern. Bestmögliche Unterstützung der Gemeinden, etwa bei Förderanträgen, den Entwurf intelligenter ÖPNV-Lösungen, den Erhalt der Haßberg-Kliniken und eine zukunftsweisende Generationenpolitik hat sich Birgit Bayer auf die Fahnen geschrieben. Dass man auch ohne CSU-Mitgliedschaft viel erreichen könne, das habe sie als Bürgermeisterin wie andere FW- und SPD-Kollegen auch bewiesen.

Endlich ein einheitliches Bild müsse der Kreis auch in Sachen Fremdenverkehrswerbung und Kulturangebot abgeben. Die Kinder-Betreuung sei relativ gut aufgestellt, aber für Jugendliche und junge Erwachsene  fehle es durchaus an Freizeitangeboten. Viel Positives, was der Kreis zu bieten habe, werde im Gegenzug oft von außen nicht wahrgenommen, etwa, dass ein Kindergartenplatz (4 bis 5 Stunden täglich) hier zwischen 65 und 110 Euro kostet. „Holen Sie sich mal die Preise in Bamberg“, so Bayer.

Christoph Winkler blickte vor der Kommunalwahl auf die vergangenen Jahre im Kreistag zurück. 2008 sei es gelungen, die absolute Mehrheit der CSU im Kreistag zu brechen, doch die Tatsache, dass der scheidende Landrat jetzt auf der Kreistagsliste zu finden ist, zeuge von einer „panischen Angst vor Machtverlust“. Rudolf Handwerker sei kein schlechter Landrat gewesen, aber er habe auch für manchen Ärger gesorgt. Winkler erinnerte an die Eilentscheidungen, die oft die Kompetenzen überschritten hätten, das unnötige Förderzentrum, die Kostenexplosion beim „Silberfisch“, den Umweltskandal in Roßstadt, der den Kreis allein 4,5 Millionen Euro an Müllgebühren gekostet habe. „Der Verkauf des Geländes hat für mich ein G‘schmäckle, bis heute ist der Verbleib von vielen Tonnen Unrat ungeklärt und der Einzige, der Probleme bekommen hat, ist der Wasserschutzpolizist, der die ganze Sache aufgedeckt hat“.

Auch mit der Personalpolitik im Kreis ging Winkler hart ins Gericht. Alle möglichen Coaches würden eingestellt, notfalls über Umwege, wenn der Kreistag nicht mitspiele. Die Umstellung der Haushaltsführung auf Doppik („Für Kommunen ein Blödsinn erster Güte, solange sie nicht umsaztsteuer-abzugsberechtigt sind“) habe vier neue Stellen nach sich gezogen „und wir haben zwei Haushalte verabschiedet, bei denen keiner durchgeblickt hat“, erklärte Winkler. Ein besonderes Ärgernis ist ihm die Tatsache, dass mittlerweile alle wichtigen Abteilungsleiter-Posten im Landratsamt mit CSU-Mitgliedern besetzt sind. „Da hast Du eine Aufgabe“, sagte er zu Birgit Bayer.

In Sachen Krankenhäuser seien die Rahmenbedingungen der großen Politik für viele Probleme verantwortlich, einiges sei aber auch hausgemacht, kritisierte Winkler. Wenn der Kreis einen teuren Arzt-Sitz kaufe und damit viele andere Ärzte verärgere, dann müsse man sich nicht wundern, wenn eventuell auch deren Zuweisungen rückläufig sind.

Als pure Augenwischerei bezeichnete er den derzeitigen Wahlkampftourismus von CSU-Fraktionsträgern. „Was haben die Herrschaften Abgeordneten denn in den vergangenen Jahren für den Kreis erreicht? Wo haben sie denn mal geholfen“, fragte er. Die Abhängigkeit von der Partei habe sich nicht nur beim Abstimmungsverhalten bei Pendlerpauschale und Studiengebühren gezeigt. „Gegen schärfere Regelungen bezüglich Abgeordneten-Bestechung und gegen die Offenlegung der Nebeneinkünfte hat Frau Bär gestimmt. Die Abstimmung zur Wasser-Privatisierung hat sie dagegen geschwänzt“, kritisierte Winkler. „Wenn sich Politiker den Staat zur Beute machen, dann müssen wir Angst haben, und deshalb ist es auch im Landkreis Zeit für einen Wechsel“, erklärte Christoph Winkler unter dem Beifall der Anwesenden.

 

Bild:

Landratskandidatin Birgit Bayer stellte beim Politischen Aschermittwoch der Wählergemeinschaft in Zeil ihre Ziele und Visionen für den Landkreis Haßberge vor. ÜZL-Vorsitzender Peter Pfaff dankte ihr für den fundierten Vortrag.